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Internationale Straßenkunst vor internationalem Publikum


Fotos: Susanne Zaulick

MÜDEN/ÖRTZE. Die Kulisse hinter der „Bühne“ hätte perfekter kaum sein können, vor der Bühne allerdings hätte noch deutlich mehr Publikum Platz gehabt. Das Chaos-Varieté aus Mecklenburg-Vorpommern, das bereits im vergangenen Jahr auf dem Müdener Winkelhof zu Gast war, spielte diesmal nicht auf dem Hof, sondern im Garten direkt an der Örtze. Und wurde dabei bereichert durch einen dritten Künstler, den Spanier Jhonny Mentero.


Ihre akrobatischen Künste betten Kaspar Groß und Arne Lifson, die zusammen das Chaos-Varieteé bilden, in eine tragikomische Rahmenhandlung ein. Jeder hat seine klare Rolle, die auch ohne viel Worte sofort klar wird: Groß ist der Chef, Lifson der tollpatschige Gehilfe, der eigentlich alles falsch macht, was es falsch zu machen gibt. Und am Ende doch begeisterten Applaus erntet, als es ihm gelingt, während des Jonglierens mit zwei Messern und einem Apfel, letzteren zu verspeisen.


Der „Chef“ jongliert lieber mit Bällen, das aber nicht weniger kreativ und mit immer neuen Überraschungseffekten. Die Kunst des Jonglierens beherrscht auch Jhonny Mentero, der dazu noch nicht mal festen Boden unter den Füßen braucht. Auf dem Seil lässt er nicht nur Messer durch die Luft wirbeln, sondern spielt auch entspannt Gitarre oder fährt – etwas weniger entspannt – Einrad.


Alles in allem ein sommerlicher Spätnachmittag, der für Alt und Jung akrobatischen Kulturgenuss bot. Und da der Winkelhof die nicht verkauften Karten kurzerhand an alle ukrainischen Flüchtlinge, die in Müden untergekommen sind, verschenkt hatte, war der Applaus am Ende dann doch weithin hörbar.





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