Insolvenzverfahren läuft, Bier auch wieder: Brauerei Betz will Krise selbst „wuppen“
- Stefan Kübler
- 21. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

CELLE. Es läuft wieder bei der Brauerei Betz in Celle. Und damit ist nicht nur das Insolvenzverfahren gemeint, das Anfang Februar erfolgreich eröffnet werden konnte, sondern auch das Celler Bier. Nach Monaten des Stillstands ist die Produktion in Celles Traditionsbrauerei wieder angelaufen. Das Unternehmen will nun mit neuer Energie aus der Krise kommen.
„Dieser Schuss vor den Bug war nötig.“
Die vergangenen Monate seien hart für das Unternehmen gewesen, berichtet Insolvenzverwalter Volker Römermann. Auch psychisch sei das für manche eine herausfordernde Phase gewesen. „Doch dieser Schuss vor den Bug war nötig“, so der Anwalt. „Manchmal muss man ganz nach unten geworfen werfen, um wieder aufzustehen. Jetzt haben wir gute News zu vermelden.“
Brauerei Betz hat genug Substanz für Verfahren
Die erfolgreiche Einleitung des Insolvenzverfahrens sei eine dieser guten Nachrichten. So etwas sei nämlich nicht selbstverständlich. Doch die Brauerei Betz habe Substanz „und das gar nicht so wenig“, sodass der Start des Verfahrens als positiv bewertet werde. Der Neustart der Produktion sei ebenfalls „sehr erfreulich“. Und auch von der Motivation der Belegschaft ist der Insolvenzverwalter weiterhin begeistert.
„Die Beteiligung eines Investors ist möglich, derzeit aber nicht nötig.“
Bei der Brauerei Betz ist der Blick jetzt nach vorne gerichtet. Die Idee eines alkoholfreien Bieres nimmt langsam Formen an und auch das Marketing soll modernisiert werden. „Es wird eine neue Ära eingeläutet“, so Volker Römermann. Dafür sei jedoch Geld nötig. „Die Beteiligung eines Investors ist möglich, derzeit aber nicht nötig. Wir werden das aus eigener Kraft wuppen“.
Dauer des Verfahrens unklar
Wie lange das Insolvenzverfahren dauern wird, ist unklar. Schon jetzt einen Zeitpunkt zu nennen sei unseriös. „Dieses Jahr wäre grandios und auch machbar“, so der Insolvenzverwalter. Die vergangenen Wochen seien eine kritische Zeit gewesen, die aber auch Perspektiven gezeigt hätte. Veränderungen seien nötig, aber Volker Römermann ist sich sicher: „In der Insolvenz steckt viel Potenzial.“














