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Handwerk in Niedersachsen: Mehr Ausfälle durch Verletzungen


Krankschreibung
Foto: mpix-foto / stock.adobe.com

CELLE. Die IKK classic hat die Arbeitsunfähigkeitsdaten ihrer Versicherten im vergangenen Jahr ausgewertet und dabei einen Blick auf das Geschehen im niedersächsischen Handwerk geworfen. Was waren die häufigsten Ursachen für Krankschreibungen im Jahr 2021 und wie sieht der Vergleich mit der bundesweiten Entwicklung im Handwerk aus?


„Eine gute Nachricht ist, dass im niedersächsischen Handwerk die Gesundheitsquote gestiegen ist“, sagt Andreas Schönhalz, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Niedersachsen. „Diese Quote zeigt den Anteil der Beschäftigten an, bei denen im gesamten Jahr keine einzige Krankschreibung notwendig war.“ 2021 waren das laut IKK classic immerhin 47,9 Prozent. 2020 waren es noch weniger: 47,5 Prozent. Deutschlandweit ist der Anteil im Handwerk mit 48,1 Prozent (= 2021) etwas größer. Auch dieser Wert ist gestiegen. 2020 kamen 47,7 Prozent aller bei der IKK classic versicherten Handwerkerinnen und Handwerker ohne gelben Schein aus.


Die meisten krankheitsbedingten Ausfälle im Handwerk werden durch Krankheiten des Muskel- und Skelettsystems verursacht. Das war 2021 auch in Niedersachsen der Fall: 38,1 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage gingen auf das Konto von Rückenschmerzen und Co. Im Vorjahr war der Anteil noch bei 38,7 Prozent. Deutschlandweit lag die Quote bei entsprechenden Erkrankungen im Handwerk mit 35,6 Prozent zwar niedriger als in Niedersachsen, zeigt dagegen aber er eine steigende Tendenz. (2020: 35,4 Prozent).


Weniger Arbeitsunfälle, mehr Verletzungen in der Freizeit


Mit 17,5 Prozent folgten in Niedersachsen Arbeitsunfähigkeiten aufgrund von Verletzungen und Vergiftungen. Das ist ein kräftiger Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2020: 16,7 Prozent). „Die Ursache dafür liegt aber nicht am Verhalten im Beruf“, erklärt Andreas Schönhalz, denn: „Der Anteil, den Arbeitsunfälle am Arbeitsunfähigkeitsgeschehen ausmachen, wurde im niedersächsischen Handwerk von 6,6 Prozent im Jahr 2020 auf 6,4 Prozent im Jahr 2021 reduziert.“ Dagegen ist der Anteil von Sport- und Freizeitunfällen von 11,0 Prozent (= 2020) auf 11,2 Prozent (= 2021) gestiegen. Auch bundesweit waren im vergangenen Jahr im Handwerk Verletzungen und Vergiftungen häufiger verantwortlich für Krankschreibungen (2021: 16,8 Prozent, 2020: 16,6 Prozent).


Stark angestiegen sind bei Handwerkern in Niedersachsen auch psychische und Verhaltensstörungen, die zu Krankschreibungen führten. Zu dieser Diagnosegruppe gehören beispielsweise Depressionen, Angststörungen und Suchterkrankungen. Im Jahr 2021 wurden in niedersächsischen Handwerk 15,3 Prozent aller AU-Tage mit den Folgen psychischer und Verhaltensstörungen begründet, 2020 waren es nur 13,7 Prozent. „Trotz dieser Steigerung scheinen Menschen mit Handwerksberufen insgesamt seltener mit psychischen Problemen kämpfen zu müssen als Beschäftigte in anderen Branchen“, betont der IKK-Landesgeschäftsführer. „Bei allen Versicherten, die wir in Niedersachsen betreuen, lag die Quote 2021 nämlich mit 19,9 Prozent deutlich über den Wert im Handwerk.“ Einen Anstieg von Krankschreibungen mit psychischen Diagnosen beobachtete die IKK classic im Handwerk auch deutschlandweit. Der ist allerdings geringer als in Niedersachen: von 13,8 Prozent im Jahr 2020 auf 14,1 Prozent im Jahr 2021.


Deutlich seltener als im vorherigen Jahr wurden im niedersächsischen Handwerk Krankheiten des Atmungssystems als Ursache für krankheitsbedingte Ausfallzeiten diagnostiziert (2021: 8,1 Prozent, 2020: 11,2 Prozent). „Viele Erkrankungen in dieser Diagnosegruppe werden auf ähnlichem Wege wie Covid-19 übertragen“, sagt Andreas Schönhalz. „Daher ist es nicht überraschend, dass die Corona-Schutzmaßnahmen vielfach auch andere Atemwegserkrankungen verhindert haben.“ Bundesweit ist der Wert im Handwerk bei der IKK classic von 12,8 Prozent auf 11,2 Prozent gesunken.


Auf Platz 5 der häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeitstage standen 2021 beim niedersächsischen Handwerk mit 7,3 Prozent Krankheiten des Kreislaufsystems (2020: 7,1 Prozent). Bundesweit ist die Entwicklung im Handwerk ähnlich: 2021 = 8,0 Prozent, 2020 = 7,7 Prozent. Platz 6 sind Krankheiten des Verdauungssystems mit 5,7 Prozent an allen Arbeitsunfähigkeitstagen in Niedersachsens Handwerk (2020: 5,5 Prozent). Bundesweit waren 2021 beim Handwerk 5,3 Prozent aller Krankheitstage auf entsprechende Erkrankungen zurückzuführen (2020: 5,5 Prozent).

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