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Gespaltener Ortsrat debattiert über Nahverkehr

Aktualisiert: 14. Nov.


Foto: Peter Müller

CELLE. Vieles ist noch offen hinsichtlich der Anbindung des #Neubaugebietes „Am Kieferngrund“ an den öffentlichen Personennahverkehr (#ÖPNV), doch eines steht fest: „Der #Bus soll nicht durchs Baugebiet fahren“. Dieses Ergebnis, ein generell großes Interesse an der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, aber auch einen gespaltenen #Ortsrat förderte die jüngste, gut besuchte Ortsratssitzung Klein Hehlen zutage.


Derzeit erarbeiten #Stadt und #Landkreis gemeinsam ein neues Nahverkehrskonzept, alle Gemeinden werden dazu befragt, können ihre Vorschläge und Wünsche einbringen. Ein Schwerpunkt liegt in Klein Hehlen auf der Integration der neuen Siedlung ins Liniennetz. Sowohl die Anwohner selbst als auch die Mitglieder des Ortsrates verwandten viel Zeit und Mühe, um den Bedarf möglichst realistisch abzubilden. Auffallend und ein Umstand, der sich durch die gesamte Sitzung zog: Die Mitglieder des Gremiums ziehen nicht an einem Strang, so führte die CDU auf eigene Faust eine Umfrage durch, Ortsbürgermeisterin Karin Abenhausen (Grüne) stieg ebenfalls tief ins Thema ein, was ihr Eingangsreferat deutlich machte. Nicht nur, aber auch durch sehr ausführliche Wortbeiträge des vor einem Jahr abgewählten, langjährigen Ortsbürgermeisters Klaus Didschies (CDU) zog sich die Versammlung über vier Stunden hin.


Auch die anwesenden Einwohner beteiligten sich an der Diskussion, die offenlegte, dass eine Haltestelle nicht nur für die Schülerbeförderung wichtig sei, sondern auch für Erwachsene, die den Zug nutzen, um zum Arbeitsplatz zu gelangen und Interesse bekundeten, mit dem Bus zum Bahnhof zu fahren.

Dem Konzept der CeBus folgend, dass jeder Fahrgast nicht länger als 400 Meter zur nächsten Haltestelle laufen sollte, hat der Kieferngrund einen Anspruch auf eine eigene Station, die auch für das nördliche Boye von Vorteil wäre. Diese könnte auch von der Linie 900 aus Winsen kommend angefahren werden, um Kinder und Jugendliche zu den weiterführenden Schulen in die Stadt zu bringen. „Bisher brummt sowohl diese Linie als auch die Linie 100 aus Bergen ohne Halt in Klein Hehlen durch, die Kinder müssen erst in die Stadt und dort umsteigen“, erläuterte Abenhausen und fügte hinzu: „Der Bus aus Bergen könnte im Bereich Petersburgstraße halten und die anderen nördlich gehaltenen Teile Klein Hehlens mit einer direkten Verbindung versorgen.“


Drei Optionen sind als neuer Standort für eine Busanbindung angedacht: die Winsener Straße, der Eingangsbereich von Celle aus kommend in den Kieferngrund oder der Steinbeckweg, der über einen Wendehammer verfügt. Sowohl die Unterschriftensammlung, die die Anwohner selbst durchgeführt haben, als auch die Aktion der CDU förderten als Ergebnis zutage, es solle kein Bus durch das Neubaugebiet fahren. Generell stellte Abenhausen fest: „Es gibt Bedarf.“ Und dieser schließt nach Diskussionsbeiträgen von Bürgern auch die Ausweitung des Fahrplans auf die späten Abendstunden ein. „Ich spreche für viele Klein Hehlener“, leitete eine Einwohnerin ihre Forderung, die Busse sollten bis 22 Uhr verkehren, ein: „Volkshochschulkurse, Chor, Sport, wie soll man gerade im Winter dahin kommen?“

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