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*Update* Geisterfahrer fährt 30 Kilometer über die A 2 - vier Verletzte


Unfall A 2 Geisterfahrer
Foto: HannoverReporter


LAUENAU. Nahezu unglaubliche Szenen haben sich am späten Sonntagabend auf der A 2 zugetragen: Zunächst wurde gegen 20 Uhr ein Geisterfahrer im Autobahnkreuz Bad Oeynhausen (NRW) gemeldet. Dabei hatte der Geisterfahrer zwei Fahrzeuge leicht touchiert und fuhr dann weiter in Richtung Niedersachsen im Gegenverkehr über die Autobahn 2. Nur wenige Kilometer erfolgte eine weitere leichte Kollision im Gegenverkehr. Bei beiden Unfällen entstand zum Glück nur Blechschaden. Sofort setzen sich mehrere Wagen der Autobahnpolizei Herford in Bewegung, um den Geisterfahrer zu stoppen. Dabei fuhr auch ein Wagen parallel zum Geisterfahrer auf der Richtungsfahrbahn Hannover, um den Wagen zum Anhalten zu bewegen und auch die entgegenkommenden Fahrzeuge zu warnen. Auch wurde sofort über Rundfunk über den Geisterfahrer gewarnt. Es kam jedoch, wie es kommen musste: Nach über 30 Kilometern stieß der Geisterfahrer mit seinen Skoda Fabia mit einem mir drei Personen besetzten Dacia frontal zusammen. Dabei wurde der Fahrer des Dacia in seinem Fahrzeug eingeklemmt und wurde schwer verletzt mit einen sogenannten Hochrasanztrauma in eine Klinik nach Hannover geflogen, die beiden weiteren Mitinsassen wurden nicht ganz so schwer verletzt und kamen in umliegende Krankenhäuser. Der 68-jährige Geisterfahrer kam erst 250 Meter weiter an einer Betonwand zum Stehen. Ersthelfer berichten, der Mann machte einen verwirrten Eindruck und wollte offenbar seine Fahrt noch fortsetzen. Zum Glück stoppten ihn die Grenzen der Physik.

Der Verkehrsunfalldienst der Polizei Hannover hat die Ermittlungen übernommen. Zur Bergung und Unfallaufnahme musste die BAB 2 ab der Anschlussstelle Lauenau in Richtung Dortmund für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Polizeibericht 17.1.2022, 16:50 Uhr: Am Sonntag, 16.01.2022, ist ein 68-jähriger Geisterfahrer auf der BAB 2 in Höhe Rehren mit einem entgegenkommenden Pkw verunfallt und hat dessen Insassen verletzt. Ein 43-Jähriger musste lebensgefährlich verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden.

Gegen 20:15 Uhr wurde den Kreispolizeibehörden in Minden und Herford gemeldet, dass ein Skoda Fabia die BAB 2 in Richtung Hannover fuhr. Der Fahrer nutzte dafür aber die Fahrbahn in Richtung Dortmund und begegnete mehrfach dem Gegenverkehr. Über eine Strecke von circa vierzig Kilometern versuchten Einsatzkräfte, ihn von der Autobahn herunterzuführen. Gleichzeitig sperrten sie die kommenden Auffahrten auf die BAB. Zwischen den Ausfahrten Rehren und Lauenau kollidierte der Geisterfahrer gegen 20:30 Uhr mit einem entgegenkommenden Dacia Lodgy mit drei Insassen. Der 43-jährige Fahrer des Dacia wurde lebensgefährlich verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Seine Mitfahrerin (22 Jahre) und sein Mitfahrer (27 Jahre) wurden leicht verletzt. Auch der 68 Jahre alte Geisterfahrer zog sich schwere Verletzungen zu und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der Skoda Fabia des 68-Jährigen und der Dacia Lodgy wurden schwer beschädigt. Ein Skoda Octavia, der auf der Richtungsfahrbahn Hannover unterwegs war, wurde durch Trümmerteile beschädigt. Die Mittelleitplanke und die Fahrbahn der BAB nahmen ebenfalls Schaden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf circa 22.000 Euro.

Im Bereich Bad Oeyenhausen hatte es zuvor schon zwei Unfälle zwischen dem Geisterfahrer und zwei Fahrzeugen im Gegenverkehr gegeben (näheres siehe https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12522/5122648, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12522/5122649).

Die BAB 2 in Richtung Dortmund wurde bis 00:00 Uhr des 17.01.2022 zum Zweck der Unfallaufnahme und der Aufräumarbeiten gesperrt.

Die Polizei ermittelt nun wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs und der fahrlässigen Körperverletzung in Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall. Des Weiteren wird ermittelt, warum der 68-Jährige falsch auf die BAB auffuhr und so lange dort unterwegs war.


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