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Für 1,5 Mio. Euro: Drewsen Spezialpapiere erweitert Abwasseraufbereitung


Wasseraufbereitung
Foto: Drewsen


LACHENDORF. Um auch für künftiges Wachstum gerüstet zu sein, erweitert Drewsen Spezialpapiere nach eigenen Angaben mit mehr als 1,5 Millionen Euro die bestehende Abwasseraufbereitung. "Kern dieser Erweiterung ist eine weitere biologische Stufe zum Abbau der im Abwasser gelösten Substanzen. Hierbei handle es sich überwiegend um Kartoffel- oder Maisstärke," erläutern Carsten Gatz und Gerhard Meyer, die für die Erweiterung Verantwortlichen. Gatz: „Wir verfügen über eine neue, 1200 m3 große biologische Hochlaststufe. Mit einer Verweilzeit von gut vier Stunden werden hier überwiegend langkettige Stärkepolymere von Mikroorganismen 'gefressen' und in Biomasse umgewandelt. Diese lebt auf vielen Millionen kleiner Chips, die in ihrer Form tatsächlich an Kartoffelchips erinnern. Überschüssige Biomasse wird in einer anschließenden Flotation entfernt. Zusammen mit Zellstoffbruchstückchen und Kalziumcarbonat Pigmenten wird sie dann eingedickt und an eine Biogasanlage gegeben und in Energie umgewandelt. Das nun vorgeklärte Abwasser gelangt daraufhin in die Schwachlastbiologie, welche Drewesen bereits über mehrere Jahrzehnte betreibt.“ Ziel der Investition sei es, zukünftiges Wachstum z.B. in Papiere die Kunststoff ersetzen, zu ermöglichen, ohne dass die Lachte, die das Firmengelände der Papierfabrik kreuzt, darunter leide. „Die Lachte ist ein wichtiger Lebensraum der in Deutschland und Europa nur noch sehr selten verkommenden Flussperlmuschel. Wir tun unser Bestes dafür, dass sie sich hier auch weiterhin wohlfühlt", ist Meyer überzeugt. Die neue Anlage befindet sich seit Anfang des Jahres im Probebetrieb. "Komplexe biologische Prozesse", so das Unternehmen, würden sich Schritt für Schritt etablieren und ab Sommer rechnet es damit, einen weitgehend stabilen Zustand zu erreichen.

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