Führungswechsel der Celler Polizei: Frank Freienberg folgt auf Eckart Pfeiffer


Eckart Pfeiffer, Frank Freienberg, Polizei Celle
Foto: Peter Müller


CELLE. Nach zehn Jahren Leitung der Polizeiinspektion Celle verabschiedete am Vormittag Polizeivizepräsident Hans-Jürgen Felgentreu Polizeidirektor Eckart Pfeiffer im Rahmen einer kleinen Feierstunde in den Ruhestand. Gleichzeitig führte er den neuen Leiter, Polizeioberrat Frank Freienberg, in sein neues Amt ein.

Eigentlich war eine dem scheidenden Polizeidirektor würdiger größerer Rahmen im Celler Schlosstheater geplant, aber "wie immer coronamaßnahmenbedingt" erfolgte die Verabschiedung im engeren Kreis und trotz eher wenig frühlingshafter Temperaturen draußen im Innenhof der Celler Polizei.

Pfeiffer blickt auf eine lange Karriere in der Polizei Niedersachsen zurück. Er trat 1976 in den mittleren Dienst ein und lernte den Beruf "von der Pike" auf. Darauf aufbauend folgte im Jahre 1986 der Wechsel in den gehobenen Dienst und 1997 der Wechsel in den ehemals höheren Dienst. Der zielstrebige Polizeidirektor durchlief zahlreiche Stationen. Dazu zählten beispielsweise Verwendungen in der Bereitschaftspolizei, als Fachlehrer, als Dezernent für Verkehr, in Führungsfunktionen in Castoreinsätzen, als Polizeikommissariatsleiter, als Leiter des Zentralen Kriminaldienstes und des Einsatzbereiches. Nach der Leitung der damaligen Polizeiinspektion Soltau - Fallingbostel (heute Heidekreis) übernahm er 2012 die Leitung der Polizeiinspektion Celle. "Streng aber gütig"

Eckart Pfeiffer fand in der niedersächsischen Polizei jedoch nicht nur seine berufliche Leidenschaft, sondern lernte vor nunmehr fast 40 Jahren ebenfalls seine heutige Frau Sabine kennen.

Seine MitarbeiterInnen beschreiben ihn als "herausragende Führungspersönlichkeit. Er sei zwar streng, aber gütig - fair und kompetent."

Gelobt wird Pfeiffer u.a. für seine geschickte Einsatztaktik, die er bei der Leitung verschiedener Großeinsätze "regelmäßig verantwortungsbewusst unter Beweis gestellt" habe. So leitete er bei den damaligen Castortransporten den als sehr schwierig bekannten, bedeutenden Einsatzabschnitt in der Göhrde und habe wesentlich zur erfolgreichen Durchführung der Transporte beigetragen. Zum Abschluss verabschiedete sich Eckart Pfeiffer mit den Worten: "Hier habe ich meine Traumfunktion gefunden. Ich war sehr gern Leiter der Polizeiinspektion Celle."



Fotos: Peter Müller "Ich freue mich auf die neue Aufgabe"

Auf jeden Abschied folgt ein Neuanfang. Und so nutzte der neue Leiter der Polizeiinspektion Celle, Frank Freienberg, den Moment, um einen ersten Ausblick auf bevorstehende Aufgaben zu geben: "Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Die Polizei im Landkreis Celle steht für die Sicherheit und das Gemeinwohl aller Bürgerinnen und Bürger. In diesem Sinne möchte ich die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Behörden und Organisationen weiterführen und damit kommunale Netzwerke stärken."

Der 55-jährige Polizeioberrat begann 1987 seinen Dienst in der Polizei Niedersachsen; ebenfalls wie sein Vorgänger Pfeiffer im damaligen mittleren Dienst. In seiner langjährigen Laufbahn war er als Leiter Einsatz in den Polizeiinspektionen Celle und Harburg tätig und führte bis 2014 das Polizeikommissariat Winsen/Luhe. Danach übernahm er die Leitung des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Harburg und war gleichzeitig Vertreter des Inspektionsleiters. Unterbrochen wurde diese Zeit lediglich für ein Jahr, als Freienberg nach Hannover zum Niedersächsischen Innenministerium abgeordnet war.

"Ich danke Eckart Pfeiffer für seinen langjährigen und wirkungsvollen Einsatz hier in seiner Polizeiinspektion Celle sowie in der Polizeidirektion Lüneburg. Verlässlichkeit und ein ausgeprägtes Gespür für die richtige Einsatztaktik waren stets eine wichtige Grundlage - auch als Inspektionsleiter", so Freienberg. Sein Amtsvorgänger übergebe eine "sehr erfolgreiche Polizeiinspektion Celle". Freienberg habe bereits umfassende Führungserfahrungen in allen Bereichen gesammelt. "Er ist kein Typ, der sich zurücklehnt und abwartet. Er ist ein Mann der Tat, der gerne Dinge bewegt. Für seine neue Aufgabe in der Polizeiinspektion Celle wünsche ich ihm ebenso viel Erfolg wie das nötige Augenmaß für künftige Entscheidungen und freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm", so Polizeivizepräsident Hans-Jürgen Felgentreu.


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