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Dunkelfeldstudie: "Wie sicher fühlen sich die Menschen in Niedersachsen?"


Foto: Jürgen Fälchle / stock.adobe.com



HANNOVER. Niedersachsen. Wie sicher fühlen sich die Menschen in Niedersachsen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der nunmehr fünften Dunkelfeldstudie, die das LKA Niedersachsen im Auftrag des niedersächsischen Innenministeriums durchführt. Um sie beantworten zu können, erhalten in den kommenden Tagen 40.000 zufällig ausgewählte Personen ab 16 Jahren mit Hauptwohnsitz in Niedersachsen Post vom LKA. Sie werden gebeten, an der Studie teilzunehmen.

Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, sagt: "Die Dunkelfeldstudie ermöglicht es uns, über das Hellfeld hinauszuschauen und Erkenntnisse über Straftaten zu sammeln, die nicht angezeigt werden. Aus diesem Grund leistet jede und jeder, die oder der an der Dunkelfeldstudie teilnimmt, einen wichtigen Beitrag, um Polizei und Politik zu helfen, ein möglichst realitätsnahes Bild vom Sicherheitsgefühl der Menschen und der tatsächlichen Kriminalitätslage im Land zu erhalten. Auf dieser Basis können wir Maßnahmen entwickeln, um die Sicherheit der niedersächsischen Bevölkerung noch weiter und nachhaltig zu verbessern. Was ich persönlich wahrnehme, ist eine gewisse Unruhe in der Gesellschaft. Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich durch eine veränderte Arbeitswelt, aber auch durch Krisen wie die Corona-Pandemie und Putins Angriffskrieg auf die Ukraine verunsichert. Daher haben wir einen Teil der Studie auch solchen Themen gewidmet, um das Ausmaß und die möglichen Konsequenzen der Verunsicherung greifbar machen und besser darauf reagieren zu können."


Die "Befragung zu Sicherheit und Kriminalität", so der offizielle Titel der Dunkelfeldstudie, hat sich neben der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), die Daten zu angezeigten Straftaten enthält und so das "Hellfeld" abbildet, als weiteres Standbein zur ganzheitlichen Beschreibung der Kriminalitätslage etabliert. Sie ergänzt die Daten der PKS um jene Taten, die Menschen nicht angezeigt haben - das Dunkelfeld -, umfasst aber weit mehr: So setzt sich die Studie thematisch wiederkehrend mit dem tatsächlichen individuellen Kriminalitätserleben - Opferwerdungen, dem Anzeigeverhalten oder den Folgen erlebter Straftaten - und der Bewertung der Polizei auseinander und behandelt zudem die Bewertung der Nachbarschaft sowie die Kriminalitätsfurcht der Befragten.


Zusätzlich erforschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem LKA in jeder Studie ein aktuelles, polizeilich relevantes Phänomen: "Dabei geht es in diesem Jahr auch um das Vertrauen der Menschen in die (Polizei)Behörden in Niedersachsen - und das ist für uns die Basis unserer Arbeit. Die Erkenntnisse der Dunkelfeldstudie helfen uns folglich nicht nur, Kriminalprävention und Kriminalitätsbekämpfung gezielter auszurichten, sondern auch zu überprüfen, wie wir für Opfer und Zeugen von Straftaten ansprechbar bleiben - oder wo wir besser werden müssen", sagt Friedo de Vries, Präsident des LKA Niedersachsen.


Zurückliegende und aktuelle Krisen, insbesondere die Corona-Pandemie und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, haben zu einer Polarisierung in Teilen der Gesellschaft beigetragen und zum Teil auch der Verbreitung von Verschwörungstheorien Vorschub geleistet. In diesem Kontext versprechen sich die Spezialistinnen und Spezialisten des LKA Niedersachsen von der diesjährigen Studie Erkenntnisse über das Vertrauen in staatliche Institutionen sowie die Demokratie an sich. Auch über einen effektiveren Umgang mit Falschinformationen soll die Dunkelfeldstudie Aufschluss geben.

Alle ausgewählten Studienteilnehmenden erhalten drei Schreiben: Eine Ankündigung der Befragung, einige Tage später die Befragungsunterlagen (Fragebogen und einen an das LKA Niedersachsen adressierten frankierten Rückumschlag) sowie ein letztes kombiniertes Dank-/Erinnerungsschreiben. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und anonym. Die Befragungsphase des Projekts wird vom 16.5.2023 für acht Wochen andauern.


An den Dunkelfeldstudien 2013, 2015, 2017 und 2021 hätten jeweils etwa 45 Prozent der angeschriebenen Personen aus Niedersachsen teilgenommen und es so ermöglicht, belastbare Aussagen abzuleiten, auf deren Basis beispielsweise polizeiliche Schwerpunktsetzungen oder Präventionsprogramme angepasst bzw. entwickelt werden konnten.


Für Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zur Dunkelfeldstudie haben, hat das LKA eine Projekthotline unter der Telefonnummer 0511 9873-1298 eingerichtet. Weitere Informationen finden sich auch auf der Homepage des LKA, Link https://www.lka.polizei-nds.de/forschung/dunkelfeldstudie/dunkelfeldstudie-vierte-befragung-von-40000-menschen-steht-unmittelbar-bevor-115379.html


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