„Bürgerbeteiligung Robert-Meyer-Platz im Jahr 2009“


Robert-Meyer-Platz Altstadt Celle
Robert-Meyer-Platz Mai 2022 Foto: Anke Schlicht

CELLE. Die Sanierung des Brandplatzes ist noch in vollem Gange, da startet schon die zweite Umgestaltung eines zentralen Areals in der Altstadt. Der Robert-Meyer-Platz zwischen Karstadt, Großem Plan und Bergstraße wird vom 30. Mai an erneuert, was laut Mitteilung der Stadtverwaltung je nach Witterung eine siebenmonatige Baustelle mit sich bringen wird.


Anders als beim Brandplatz und der Breiten Straße wurden weder die Pläne zuvor im Einzelnen vorgestellt noch war von Bürgerbeteiligung die Rede.

Stadtsprecherin Myriam Meißner verweist auf das Jahr 2009 in Beantwortung der Frage nach Einbeziehung der Celler: „Im September 2009 fand eine Bürgerversammlung im Zuge der Erarbeitung der Vorbereitenden Untersuchung für die Altstadt vor Aufnahme in die Städtebauförderung statt. Im Rahmen dieser Versammlung konnten Bedenken, Anregungen und Wünsche geäußert werden.“


Die Partizipation der Bewohner wird bei manchen Vorhaben von Seiten der Stadt hervorgehoben, teils als Bestätigung der eigenen Entscheidungen herangezogen, beim Robert-Meyer-Platz fand sie de facto nicht statt. Lediglich im Zuge der Vorstellung eines Förderprogramms wurde die Aufwertung des Platzes im Dezember 2021 erwähnt, öffentlich diskutiert wurde die Maßnahme nie. Sie ist Teil des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) Altstadt Celle des Büros WRS Architekten + Stadtplaner GmbH Hamburg, dessen zweite Fortschreibung in der Sitzung des Rates am 10. Februar dieses Jahres einstimmig beschlossen wurde. Das Papier umfasst 65 Seiten, ein kleiner Absatz widmet sich dem Areal im Herzen der City, das nun zur Baustelle wird.


Der Springbrunnen „Pusteblume“ ist bereits abgebaut, er wird durch einen „Wassertisch“ ersetzt werden und ist - umrahmt von vier Sitzbänken - als zentraler Punkt des Robert-Meyer-Platzes vorgesehen. Die vorhandenen Bäume erhalten größere Vegetationsbereiche und werden laut ISEK mit neuen Einfassungen in Form von Hockerbänken ausgestattet. Weiterhin heißt es: „Ein Laufband entlang der Gebäudekanten soll in Fortführung des bestehenden Laufbandes am Großen Plan die innere Platzfläche einrahmen.“


Das Ergebnis werden die Celler spätestens am 31. März 2023 in Augenschein nehmen können. Bis dahin muss das Projekt abgeschlossen und mit der NBank abgerechnet sein, andernfalls droht die Rückzahlung von Fördergeldern, die im Rahmen des EU-Sofortprogramms „Perspektive Innenstadt“ gewährt werden.

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