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"Bürgerbasar-Termin steht" - Bürgerstiftung feiert Stiftungsfest


CELLE. Es läuft wieder Rund nach "den Zwangspausen" Nach dem Bürgerbrunch konnte die Bürgerstiftung Celle nun auch ihr Stiftungsfest feiern und gleich den nächsten Termin verkünden.


Die Würfel sind gefallen, der 7. Celler Bürger-Basar findet nun am 23. und 24. September in diesem Jahr statt. "Es hat ja nun auch lange genug gedauert, erst Corona, dann der Umbau der Hafenstraße. Wir freuen uns auf diese nächste größere Aktion, jedoch sind dafür auch viele fleißige Hände nötig, damit die Veranstaltung am Ende erfolgreich ist", so die Bürgerstiftung. An sieben Tagen müssen die gespendeten Waren angenommen und sortiert werden, danach bleiben fünf Tage für den Aufbau, damit dann an zwei Tagen alles an den Mann bzw. die Frau gebracht werden kann. "Wir benötigen für diese Mammutaufgabe auch Ihre Hilfe. Entweder Sie kommen zu unserem Stammtisch an jedem 3. Dienstag im Monat um 18 Uhr im Thaers oder Sie schreiben uns eine Mail an info@buergerstiftung-celle.de. Wir werden Sie dann über das weitere Vorgehen informieren", bitten die Veranstalter.


Gestern jedoch stand das Fest im Vordergrund. Die Plätze im "Stadtpalais" waren restlos ausverkauft. Bürgermeister Alexander Wille vertrat Politik und Verwaltung der Stadt Celle, nachdem Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge kurzfristig aus privaten Gründen absagen musste. Der Landkreis war mit Kreisrat Thomas Buchhold vertreten.


Viele Projekte dank vieler Helfer

Der Vorsitzende Axel Lohöfener blickt zurück: "Unsere Bürgerstiftung Celle ist am 09. Oktober 2006 gegründet worden. Sie wird also in diesem Jahr 17 Jahre alt. Damals haben sich gut 30 Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen aus der Stadt zusammengefunden. Sie haben die Stiftung mit einem Kapital von 129.000,00 € ausgestattet und die Gremien Stiftungsrat und Stiftungsvorstand gewählt." Der Stiftungsrat erschien vollständig: Dr. Andreas Scholz, Dr. Bernd Brüggenjürgen, Christiane Pfingsten und Dr. Hermann Schünemann. Hans-Jürgen Lenze, ein Mann der „ersten Stunde“, hat nach diesen 17 Jahren sein Amt zur Verfügung gestellt. Sein Nachfolger ist Uwe Schmidt-Seffers, Pastor aus Nienhagen. Jürgen Brandes räumte seinen Platz für Martina Fragge. Gudrun Stiekel kümmert sich um die Finanzen und "Erwin Prehn ist unser Mann für das Kreative und die Medien, Regina Haut ist immer auf der Suche nach neuen Ideen und neuen Projekten", so Lohöfener. Die Stiftung habe im Jahr einen Finanzierungsbedarf von rd. 70.000 € für die Aufgaben, die nur mit vielen Helfern zu leisten sei. Zu den monatlichen Treffen im "Thaers" sei jeder Interessierte eingeladen.

Regina Haut blickte auf die Projekte zurück: "Bürgerbasar und Bürgerbrunch gehören zu den unverwechselbaren Aktivitäten der Bürgerstiftung Celle, beide sind bekannt. Wir haben Kunst in den öffentlichen Raum gebracht: die Alltagsmenschen im Jahr 2021. Im Senioren-Erzählcafé treffen sich Menschen, die miteinander reden und interessanten Geschichten zuhören. Mit der Fahrradrikscha können Senioren spazieren gefahren werden.

Der Museumsbus bringt Schüler kostenfrei in die Museen in Stadt und Land. Grundschulkinder des 2. Jahrgangs erhalten an einigen Grundschulen in Celle und im Landkreis ein Jahr lang zusätzlichen Instrumentalunterricht, einmal wöchentlich lernen sie Violine, Trompete, Klavier, Trommel und Gitarre zu spielen. Die Celler Instrumentalklassen - CIK - führt die Kreismusikschule durch; wir beteiligen uns an der Finanzierung.

Auf dem letzten Stiftungsfest haben wir von unserem Plan berichtet, in Celle einen Schulwald zu pflanzen. Heute gibt es bereits zwei Schulwälder. Sie entstanden in Kooperation mit der Stiftung Zukunft Wald, mit der Stadt Celle und den Schulen: Oberschule Westercelle (der 1. Schulwald), nun mit der Grundschule Hehlentor, der Grundschule Vorwerk und der BBS III.


"Hätte ich ihn auf der Straße gesehen, hätte ich gebührenden Abstand eingehalten"

So können sich Dinge entwickeln, wenn wir Menschen finden, die bereit sind zu handeln. Ein bekanntes Zitat – immer noch gut und gültig: John. F. Kennedy hat in seiner Antrittsrede als Präsident gesagt: 'Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann, fragt, was ihr für euer Land tun könnt.' Wir sind überzeugt, dass gemeinsames Handeln für andere sinnvoll ist und unserer Gesellschaft guttut. Es gibt Menschen, deren Startchancen in das Leben schwierig und mühsam sind und leider auch bleiben. Sich kümmern und hinschauen, um einen Bedarf zu erkennen, das hat die Bürgerstiftung in den vergangenen Jahren getan."

Eine Begegnung habe Haut besonders berührt: "Ich bin beim Friseur. Den Laden betritt ein Mann, bekleidet mit schmutzigen Schuhen, einer Arbeitshose, einer orangefarbigen schmuddeligen Arbeitsjacke, langer Bart, wilde Frisur. Mein erster Gedanke: huch, will er sich die Haare schneiden lassen? Er steht im Laden, eine Friseurin geht auf ihn zu, begrüßt ihn freundlich, nimmt ihn in den Arm. Er fragt nach seiner Lieblingsfriseurin, sie ist leider heute nicht da. Später erfahre ich, dass er am Valentinstag Blumen brachte und weinte, als er sie auch an diesem Tag nicht traf. Hätte ich ihn auf der Straße gesehen, hätte ich gebührenden Abstand eingehalten und ihn keineswegs in den Arm genommen. Respekt heißt das Zauberwort: Respekt vor Menschen, vor Anderssein aus unserer Perspektive, Respekt vor der Natur, Respekt vor Meinungen, Respekt vor Wissen und Erkenntnissen."


Fotos: Peter Müller


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