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36 Kinder der Lerchenschule aus dem Landkreis Celle unterstützen den NLWKN bei Pflegeeinsatz



CELLE/LUTTERLOH. Praktischer Naturschutz trifft auf Umweltbildung: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises Celle haben einen Einsatz der Lerchenschule aus Faßberg im Landkreis Celle in einer ehemaligen Sandgrube bei Lutterloh organisiert. Zwei vierte Klassen halfen bei Pflegearbeiten, einer sogenannten Entkusselung, mit. Die Arbeiten kommen diesem wertvollen Lebensraum und der dort lebenden Zauneidechse zugute. Die heimische Eidechsenart steht im Fokus des EU-geförderten Integrierten LIFE-Projektes „Atlantische Sandlandschaften“, das in Niedersachsen durch den NLWKN umgesetzt wird.

Zwei vierte Klassen der Lerchenschule reisten mit einem großen Reisebus an, um tatkräftig anzupacken. Leonie Braasch, Projektmitarbeiterin beim NWLKN, empfing die 36 Kinder sowie fünf Lehrerinnen und führte die Truppe zu einer besonderen Fläche: Einer ehemaligen Sandabbaugrube, die inzwischen von der Heide zurückerobert wurde. „Oh wie schön!“, riefen die Kinder begeistert, als sie die noch von leichtem Nebel durchzogene Grube betraten.

Nach einer kurzen Einführung zur Besenheide, einer typischen Pflanzenart in der Region, und einem Tier-Pantomime-Spiel wurde den Kindern der Hintergrund der Aktion erklärt. „Die Heide ist vor langer Zeit durch Baumfällungen des Menschen entstanden und entwickelte sich zu einem wichtigen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Deshalb schützen wir die wenigen aktuell noch erhaltenen Heideflächen und wollen verhindern, dass sie wieder zu Wald werden. Und heute könnt ihr genau dabei mithelfen!“, erzählte Leonie Braasch den neugierig lauschenden Kindern. Bei bestem Sonnenschein starteten diese dann hochmotiviert das Ausrupfen von kleinen Kiefern und der nicht-heimischen Spätblühenden Traubenkirsche. Besonders beliebt waren Entdeckungstouren an den vielseitigen Hängen der Sandgrube. Auch vor größeren jungen Bäumen wurde unter Einsatz von Spaten nicht Halt gemacht. Aus den Gehölzresten bauten die Kinder zwei Totholzhaufen – als zusätzliche Versteckmöglichkeit oder als Zuhause für Insekten und andere Tiere.

Nach einer Frühstückspause konnten die Kinder lebensechte Modelle der gefährdeten Zauneidechse bestaunen, die hier in der Sandgrube lebt. Wie Eidechsen auf Futtersuche gingen die Kinder dann ausgestattet mit Becherlupen auf Jagd nach Krabbeltieren. Beim „Eiervergrabungsrennen“ mit weißen Murmeln lernten die Schülerinnen und Schüler spielerisch etwas über die Fortpflanzung der Zauneidechsen: „Die Weibchen legen ihre Eier am liebsten in den Sand, wo sie von der Sonne ausgebrütet werden“, erklärte Leonie Braasch. „Im Englischen heißt die Zauneidechse deshalb auch Sand-Eidechse (sand lizard).“

Müde, aber mit vielen neuen Erfahrungen und tollen Erinnerungen im Gepäck ging es für die Kinder mittags wieder nach Hause. Das Fazit der Schule fiel positiv aus. „Die Aktion war total gelungen. Den Kindern wurde die wichtige Pflege der Natur handlungsorientiert nahgebracht. So konnten sie selbst sehen, wie ihre Arbeit zum Naturschutz beigetragen hat. Das wird ihnen bestimmt noch lange im Gedächtnis bleiben und Spaß hat es den Kindern definitiv gemacht!“, sagte Lehrerin Mareike Janz.


Hintergrund zum Integrierten LIFE-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“

Das Integrierte LIFE-Projekt setzt Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt in fast ganz Niedersachsen und weiten Teil Nordrhein-Westfalens um. Die beiden Bundesländer finanzieren 40 % des IP LIFE, die anderen 60 % werden durch die Europäische Kommission gefördert. Auch Mitmachaktionen wie diese sind Teil des Projektes.

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