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1000 Einsatzkräfte üben im Heidekreis für mögliches Attentat an Universität


Foto: Polizeidirektion Lüneburg

OERBKE/CELLE. Schüsse im weitestgehend leerstehenden "Camp Ost" in Bad Fallingbostel - Oerbke. Eine ehemalige Notunterkunft verwandelt sich fiktiv zu der "Universität Heidekreis". Mehrere bewaffnete Täter und Täterinnen hinterlassen Verletzte, Tote und chaotische Szenen. Um auch im Echtfall eine solche lebensbedrohliche Einsatzlage erfolgreich bewältigen zu können, probten Polizei und Landkreis mit insgesamt rund 1.000 Teilnehmenden das beschriebene Szenario.


Hierfür wurden nicht nur Einsatzkräfte aus allen Inspektionen der Polizeidirektion Lüneburg alarmiert - auch benachbarte Dienststellen und Rettungskräfte vom DRK und THW des Landkreises Heidekreis machten sich auf den Weg zur fiktiven Universität. Mehrere hundert Statisten trugen dazu bei, diese sogenannte Vollübung möglichst realistisch darzustellen. Für die Polizei stellt eine lebensbedrohliche Einsatzlage eine der größten Herausforderungen dar. Es gilt unter höchster Eigengefährdung die Täter schnellstmöglich von deren Handeln abzubringen und dabei zugleich Hilfe für eine Vielzahl von Verletzten zu gewährleisten.


Die Rolle der Polizei ist dabei elementar, denn Rettungsdienst und Feuerwehr können erst mit der Menschenrettung beginnen, wenn die Polizei die Bereiche mit Verletzten als "sicher" gemeldet hat. Die Besonderheit bei dieser Übung lag allerdings nicht nur in der monatelangen Vorbereitung der Übung, welche in enger Zusammenarbeit zwischen der Polizeiinspektion Heidekreis und der Polizeidirektion Lüneburg durchgeführt wurde. Neben den agierenden Polizeibeamtinnen und -beamten vor Ort wurde in einer ersten Phase auch die Leitstelle der Polizeidirektion Lüneburg voll mit in die Übung eingebunden. Im weiteren Verlauf wurde der Führungsstab der Polizeidirektion Lüneburg aufgerufen und es erfolgte eine engmaschige Einsatzleitung aus Lüneburg. Hierbei ging es vor allem um die Kommunikation zwischen den Einsatzabschnitten und die Stärkung der Zusammenarbeit.


Der Polizeipräsident der Polizeidirektion Lüneburg Thomas Ring machte sich selbst ein Bild vor Ort und sagte: "Ich bin wirklich beeindruckt von der Größe und der realitätsnahen Darstellung dieser Übung. Nach einer ersten Chaosphase geht es vor allem darum, eine Einsatzlage in diesem Ausmaß professionell und bestmöglich abzuarbeiten, um die Gefahr für die Bevölkerung und auch für unsere Einsatzkräfte schnellstmöglich minimieren zu können. Das professionelle und zielorientierte Agieren der eingesetzten Kräfte zeigt mir, dass wir gut für solche Einsatzlagen aufgestellt sind, auch wenn wir alle hoffen, dass eine solche Lage niemals eintritt." Auch der Landrat des Landkreises Heidekreis Jens Grote war vor Ort und resümierte: "Ich bin dankbar, dass wir uns mit den Kräften des Rettungsdienstes sowie Teilen des Katastrophenschutzes beteiligt haben und durch die Schnittstelle Rettungsdienst und Polizei wichtige Kenntnisse gewinnen konnten."


Am Ende der rund sechsstündigen Übung waren alle Teilnehmenden sichtlich erleichtert, dass es sich nicht um einen Ernstfall gehandelt hat. Im Zuge der Nachbereitung geht es nun darum, die Erkenntnisse aus der Übungslage auszuwerten und in die vorhandenen Konzepte einfließen zu lassen.

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